Kirchenkonzert vom 25.05.1922 erneut zu Gehör gebracht

Fast auf den Tag genau nach 100 Jahren erklang das gleiche Programm alt-hallischer Meister am gestrigen Tage im Rahmen der Händelfestspiele 2022.

Nach einer kurzen Ansprache über die Idee und Umsetzung der erneuten originalen Aufführung und des Präludiums und der Fuge in G-Dur LV 60 für Orgel von Friedrich Wilhelm Zachow umschloss der Stadtsingechor das Publikum in U-Form mit »Nu bitten wir den Heiligen Geist« von Wolff Heintz.

Danach erklang der »Coral für Violino solo und Basso« von William Brade intoniert vom {oh!} Orkiestra Historyczna aus Polen unter Leitung von Martyna Pastuszka (vl). Welch ein Genuss für Ohren und Augen. Tänzelnd leichtfüßig sowohl in musikalischer als auch gestikulativer Weise.

Wer sich von der Klangqualität und Musizierfreude überzeugen möchte, dem sei dieser Link empfohlen: orkiestrahistoryczna.pl

Atemberaubend ging es weiter, da nun das Ensemble Polyharmonique hinzustieß. Vocalsolisten allererster Güte. Es erklangen gemeinsam mit Chor und Orchester das »Magnificat 1. Toni« von Samuel Scheidt und »An den Wassern zu Babel« von Adam Krieger.

Es folgten nun noch das »Konzert für Orgel und Orchester g-Moll op. 4 Nr. 1« von Georg Friedrich Händel, die »Missa g-Moll« von Wilhelm Friedemann Bach und letztlich »Let God arise« erneut von Händel.

All das veredelt vom zarten Schmelz der Moritzkirche, die nicht ohne Grund auch Aufnahmeort der letzten CD des Stadtsingechores gewesen ist. Ein wahrlich gelungener Programmpunkt der 100. Händelfestspiele in Halle.

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